Release-Notes für Version 1.17.0

Dieser Artikel enthält die Release-Notes für logi.CAD 3 , Version 1.17.0.Sie gelten auch für logi.CAD 3 , Version 0.17.0. Außerdem finden Sie in diesem Artikel auch Release-Notes, die nur für logi.CAD 3 , Version 0.17.0 gültig sind. 

Die Release-Notes für die aktuelle Version finden Sie unter "Release-Notes für aktuelle Version".

Inhalt dieses Artikels:

Allgemeine Informationen

Wenn Sie  logi.CAD 3 , Version 1.17.0oder logi.CAD 3 , Version 0.17.0verwenden, installieren und verwenden Sie Version 2.3.901 von →logi.RTS. Das Installationspaket für logi.RTS ist im Lieferumfang von  logi.CAD 3  enthalten.

Neuigkeiten in Version 1.17.0 (für  logi.CAD 3 )

IDNeuigkeiten
4439

Sie können Referenz-Variablen im ST-Editor von logi.CAD 3 deklarieren. Diese Deklarationen erfolgen mit dem Schlüsselwort REF_TO.
Aktuelle Einschränkungen:

  • keine Initialisierung für diese Variablen möglich
  • keine Verwendung dieser Variablen in strukturierten Datentypen
  • kein Einfügen in die Sicht Variablenwerte möglich
4806

Sie können Zuweisungen auf deklarierte Referenz-Variablen im ST-Editor durchführen. Zusätzlich können Sie deklarierte Referenz-Variablen initialisieren. Zuweisung und Initialisierung erfolgen mit Hilfe des Schlüsselworts REF.
Diese Einschränkungen gelten weiterhin für deklarierte Referenz-Variablen:

  • keine Verwendung dieser Variablen in strukturierten Datentypen
  • kein Einfügen in die Sicht Variablenwerte möglich
4815

Sie können auf den Inhalt von Referenz-Variablen im ST-Editor von logi.CAD 3 zugreifen. Dieser Zugriff erfolgt mit dem Zeichen ^, das der Referenz-Variable nachfolgt.
Beispiel: In der Zuweisung myInt:=myIntRef^; wird auf den Inhalt der Referenz-Variable myIntRef zugegriffen.

4825

Im ST-Editor können Sie den IEC-61131-3-Systembaustein ABS verwenden, um einen Absolut-Wert zu berechnen.
Siehe Neuer Baustein bzw. neue Bibliothek ist nicht in bestehenden Projekten verfügbar, falls Sie den Baustein in bestehenden Projekten verwenden wollen.

5000

Im ST-Editor können Sie den IEC-61131-3-Systembaustein COS verwenden, um einen Cosinus-Wert zu berechnen.
Siehe Neuer Baustein bzw. neue Bibliothek ist nicht in bestehenden Projekten verfügbar, falls Sie den Baustein in bestehenden Projekten verwenden wollen.

5009

Im ST-Editor können Sie den IEC-61131-3-Systembaustein SIN verwenden, um einen Sinus-Wert zu berechnen.
Siehe Neuer Baustein bzw. neue Bibliothek ist nicht in bestehenden Projekten verfügbar, falls Sie den Baustein in bestehenden Projekten verwenden wollen.

Neuigkeiten in Version 0.17.0 (für  logi.CAD 3 )

IDNeuigkeiten
5069

Verwenden Sie den Befehl ST-Schnittstelle (z.B. im Menü Datei unter Neu), wenn Sie Schnittstellen für C-Bausteine erstellen.
Falls Sie ST-Schnittstellen für Ihre C-Bausteine bereits vor 0.17.0 erstellt haben, müssen Sie die Dateierweiterung dieser Objekte von .iecst auf .iecif korrigieren. Am besten gehen Sie so vor:

  1. Bereinigen Sie Ihre Projekte: Menü Projekt, Bereinigen... und OK drücken
    Falls ST-Schnittstellen vor 0.17.0 erstellt wurden, werden dafür Meldungen in der Sicht Fehler angezeigt.
  2. Wählen Sie die Schaltfläche  Mit Editor verlinken. Damit wird im Projektexplorer immer das Objekt selektiert, das im nächsten Schritt geöffnet wird.
  3. Doppelklicken Sie auf eine Meldung in der Sicht Fehler, um das entsprechende Objekt im Editor zu öffnen und im Projektexplorer zu selektieren.
  4. Falls ein geöffnetes Objekt mit der Zeile {extern_c} beginnt, benennen Sie dieses Objekt im Projektexplorer um: Kontextmenü, Befehl Umbenennen..., Erweiterung von .iecst auf .iecif ändern, OK drücken
  5. Wiederholen Sie die Schritte 3 und 4 für jede Meldung in der Sicht Fehler.
  6. Schließen Sie alle geöffneten Objekte, die Sie umbenannt haben.

Behobene Probleme in Version 1.17.0 (für  logi.CAD 3 )

IDBehobenes Problem
2894

Keine Tastaturbedienung für "Quick-Info anzeigen"
Behebung: Die Quick-Info kann mit Hilfe der F2-Taste angezeigt werden.
Szenario für Problem: Falls Sie einen Mauszeiger auf ein Element im ST-Editor bewegen, wird eine Quick-Info angezeigt (auch als "Tooltip" oder "Hover-Text" bezeichnet). Sie können diese Quick-Info nicht mit Hilfe der Tastatur anzeigen.

4689

Interne Fehlermeldung erscheint, falls integrierte SPS gestoppt wird, nachdem die Perspektive "Applikationstest" geöffnet wurde.
Behebung: Die Fehlermeldung erscheint im folgenden Szenario nicht mehr.
Szenario für Problem: Falls Sie die integrierte SPS stoppen, während die Perspektive Applikationstest geöffnet ist, erscheint u.U. die interne Meldung Cannot close channel streams (TCF) im Fehlerprotokoll.

4773

TO_LWORD- und TO_ULINT-Baustein liefern für LREAL-Werte > 2^31 ein falsches Ergebnis.
Behebung: Der gelieferte Wert ist korrekt.
Szenario für Problem: Wenn Sie mit Hilfe des TO_LWORD-Bausteins einen LREAL-Wert > 2^31 in einen Wert vom Datentyp LWORD konvertieren, ist der gelieferte Wert nicht korrekt. Ebenso ist die Konvertierung eines solchen LREAL-Werts in einen ULINT-Wert mit Hilfe des TO_ULINT-Bausteins fehlerhaft.

5055

Zeitliterale werden beim Formatieren des Codes in eine andere Einheit umgerechnet.
Behebung: Die Zeitliterale werden nicht mehr umgerechnet.
Szenario für Problem: Falls Sie bereits vorhandenen ST-Code mit dem Befehl Formatieren (im Kontextmenü) bzw. der Tastenkombination Strg+Umschalt+F formatieren, werden Zeitliterale in eine andere Einheit umgerechnet (siehe Beispiele).

Beispiel vor dem Formatieren
FUNCTION_BLOCK MyFB
  VAR
    tVar : TIME := T#86400s;
  END_VAR
END_FUNCTION_BLOCK
Beispiel nach dem Formatieren
FUNCTION_BLOCK MyFB
  VAR
    tVar : TIME := T#1d;  (* das umgerechnete Zeitliteral *)
  END_VAR
END_FUNCTION_BLOCK
5080

Die Zuweisung auf ARRAY-Elemente einer STRING-Deklaration ist fehlerhaft.
Behebung: Diese Zuweisung erfolgt korrekt.
Szenario für Problem: Falls Sie eine ARRAY-Variable basierend auf einem STRING-Datentyp deklarieren und Werte den ARRAY-Elementen zuweisen, werden falsche Werte zugewiesen. Erkennbar ist dies in der Sicht Variablenwerte, da dort die falschen Werte angezeigt werden.

5084

Der Befehl "Programm erstellen" ist nicht deaktiviert, obwohl er keine Funktionalität hat.
Behebung: Der Befehl ist in dem folgenden Szenario deaktivert.
Szenario für Problem: Falls Sie logi.CAD 3 starten, ist der Befehl Programm erstellen (im Menü SPS) aktiviert. Zu diesem Zeitpunkt zeigt er jedoch keine Funktionalität.

5130

Doppelklicken auf einen ENO-Ausgang in der Sicht "Instanzen" oder "Variablenwerte" springt u.U. zur falschen Deklaration.
Behebung: Doppelklicken auf einen ENO-Ausgang springt zur korrekten Deklaration.
Szenario für Problem: Falls Sie ein Programm und mehrere Funktionsbausteine deklariert haben, werden in der Sicht Instanzen mehrere ENO-Ausgänge angezeigt. Beim Doppelklicken auf einen der ENO-Ausgänge wird u.U. zur falschen Deklaration gesprungen. Beispiel: Beim Doppelklicken auf den ENO-Ausgang des Programms wird zur Deklaration eines Funktionsbausteins gesprungen; korrekt wäre der Sprung zur Deklaration des Programms.
Falls Sie die ENO-Ausgänge in die Sicht Variablenwerte eingefügt haben und dort darauf doppelklicken, wird ebenfalls u.U. zur falschen Deklaration gesprungen.

Behobene Probleme in Version 0.17.0 (für  logi.CAD 3 )

IDNeuigkeiten
5111

Beim Laden der Programmierung auf die SPS werden die dafür erforderlichen Binär-Dateien für Ihre C-Bausteine nicht erstellt.
Behebung: Die Binär-Dateien werden beim Laden erstellt.
Szenario für Problem: Falls Sie eine Programmierung in C erstellen (d.h., Sie verwenden C-Bausteine in der ST-Programmierung) und dann Ihre Programmierung auf die SPS laden, werden die dafür erforderlichen Binär-Dateien für Ihre C-Bausteine nicht erstellt. Sie erhalten die Meldung Das Programm für die SPS kann nicht erstellt werden.

Bekannte Probleme in Version 1.17.0 (für  logi.CAD 3 )

ID

Bekanntes Problem

1795

Befehl "Öffnen mit", "Direkt angezeigter Editor" nicht erfolgreich
Szenario: Wenn Sie im Kontextmenü des Projektexplorers den Befehl Öffnen mit und Direkt angezeigter Editor wählen (z.B. für ein ST-Objekt), wird folgende Meldung angezeigt: Wiederherstellen des direkten Editors nicht möglich. Direktunterstützung fehlt
Abhilfe: Verwenden Sie den Befehl Öffnen mit und ST-Editor, um ST-Objekte und SPS-Objekte zu öffnen. Für andere Objekte, wie z.B. Textdateien, können Sie den Befehl Öffnen mit und Texteditor verwenden.

1844

"Umbenennen" und "Löschen" im Projektexplorer nach dem Starten von logi.CAD 3 möglich
Szenario: Nach dem Starten von logi.CAD 3  können Sie die Befehle Umbenennen bzw. Löschen aufrufen (aus dem Menü Datei bzw. Bearbeiten oder via Tastenkombination F2 bzw. Entf), obwohl diese keine sinnvolle Funktionalität haben.
Zusatzinformation: Dieses Problem tritt auch auf, falls Sie einen neuen Arbeitsbereich wählen oder den Arbeitsbereich wechseln und im Projektexplorer sind keine Projekte enthalten.
Abhilfe: Erstellen Sie ein Projekt und selektieren Sie zumindest eine Ressource darin, bevor Sie den entsprechenden Befehl aufrufen.

1920

Fehlermeldung beim Umbenennen von Projekten, die nicht im Arbeitsbereich liegen
Szenario: Wenn Sie ein Projekt außerhalb des Arbeitsbereichs erstellt haben und dieses anschließend umbenennen, werden interne Fehler angezeigt, dass die Datei .project (im Arbeitsbereich) für das Projekt nicht vorhanden ist. Das Umbenennen selbst hat jedoch funktioniert.
Zusatzinformation: Das Problem wird durch verlinkte Ordner verursacht, die Systembausteine enthalten. Beispiele für solche Ordner: IEC61131-3, Raspberry Pi IO. Diese verlinkten Ordner müssen jedoch im Projekt vorhanden sein, damit Sie Systembausteine in Ihrem ST-Code verwenden können.
Abhilfe (empfohlen, um die Meldung zu vermeiden):

  • Löschen Sie solche verlinkten Ordner im Projekt, das Sie umbenennen wollen.
  • Benennen Sie das Projekt um.
  • Erstellen Sie ein temporäres Projekt, das die verlinkten Ordner enthält.
  • Ziehen Sie die verlinkten Ordner aus dem temporären Projekt in das umbenannte Projekt.
  • Löschen Sie das temporäre Projekt.

Abhilfe (falls die Meldung bereits aufgetreten ist):

  • Im Explorer des Betriebssystems: Gehen Sie zum Ordner, der in der Meldung genannt wird und die Datei .project enthält. Löschen Sie diesen Ordner.
  • Löschen Sie die internen Fehler aus der Sicht Fehlerprotokoll.
2752

Kommentare werden beim Formatieren des Codes nicht zueinander ausgerichtet. Bei einem Kommentar am Anfang der Datei wird eine Leerzeile eingefügt.
Szenario: Falls Sie bereits vorhandenen ST-Code mit dem Befehl Formatieren (im Kontextmenü) bzw. der Tastenkombination Strg+Umschalt+F formatieren, werden Kommentare im ST-Code u.U. nicht zueinander ausgerichtet (siehe Beispiel).
Beispiel (vor dem Formatieren):

FUNCTION_BLOCK FUB_LEDCylon
    /*
     * The LEDs are shifted back and forth.
     */
END_FUNCTION_BLOCK

wird zu (nach dem Formatieren):

FUNCTION_BLOCK FUB_LEDCylon
/*
     * The LEDs are shifted back and forth.
     */
END_FUNCTION_BLOCK

Falls außerdem am Anfang der Datei ein Kommentar vorhanden ist, wird eine Leerzeile vor diesem Kommentar eingefügt. Dadurch beginnt die Datei mit einer Leerzeile.
Abhilfe: nicht vorhanden

2809

Verlinkte Ordner werden beim Exportieren eines Projekts in eine Archivdatei berücksichtigt.
Szenario: Falls Sie ein Projekt in eine Archivdatei exportieren, wird der Inhalt von verlinkten Ordner (z.B. IEC61131-3 mit den IEC-Bausteinen) ebenfalls exportiert. Falls Sie anschließend das Projekt aus der Archivdatei importieren, sind die zuvor verlinkten Ordner zu "eigentlichen" Ordnern im Projekt geworden. In Folge treten möglicherweise Probleme auf, wenn Sie die Objekte verwenden, die im (eigentlich verlinkten) Ordner liegen; z.B. wenn Sie die IEC-Bausteine im ST-Code erfassen.
Abhilfe: Beim Exportieren in eine Archivdatei klappen Sie das zu exportierende Projekt in der linken Liste des Dialogs auf, entfernen Sie die Markierung für die verlinkten Ordner und drücken Sie erst dann Fertigstellen, um den Export zu starten. Nach dem Importieren sind die verlinkten Ordner im Projekt automatisch vorhanden.

5120

Die Navigation auf STRING-Variablen vom ARRAY-Datentypen ist aus der Sicht "Variablenwerte" nicht möglich, falls diese Variable in einem Funktionsbaustein deklariert wurden.
Szenario für Problem: Falls Sie STRING-Variablen basierend auf einem ARRAY-Datentyp innerhalb eines Funktionsbaustein deklarieren und diese in die Sicht Variablenwerte einfügen, erscheint beim Doppelklicken auf eine dieser Variablen die Meldung Kann nicht zur Variable im ST-Objekt wechseln. Wahrscheinlich wurde die Programmierung geändert und nicht hochgeladen. Dadurch ist die Navigation zu diesen Variablen im ST-Code aus der Sicht nicht möglich.
Abhilfe 1: Doppelklicken Sie auf die entsprechende Variable in der Sicht Instanzen.
Abhilfe 2: Suchen Sie nach dem Name der Variable: Menü Suchen, Befehl Suchen..., den Namen unter Enthält Text erfassen (und * unter Dateinamensmuster) und Suchen drücken

5124

Das Laden einer Programmierung mit verschachtelten Zuweisungen ist nicht möglich
Szenario für Problem: Falls Sie verschachtelte Zuweisungen erstellen (siehe Beispiel), können Sie Ihre Programmierung nicht auf die SPS laden. Sie erhalten die Meldung Das Programm für die SPS kann nicht erstellt werden.

Beispiel für eine verschachelte Zuweisung
Var1 := myFUN(REAL#0.0, ABS(IN := REAL#1.1, ENO => err));

Abhilfe: Vermeiden Sie die Verschachtelungen. Erstellen Sie z.B. mehrere Zuweisungen für den gleichen Inhalt.

Beispiel für mehrere Zuweisungen
hVar := ABS(IN := REAL#1.1, ENO => err);
Var1 := myFUN(REAL#0.0, hVar);
5138

Fehlerhafte Typisierung von SIN- oder COS-Baustein in einer Vergleichsoperation.
Szenario für Problem: Falls Sie einen SIN- oder COS-Baustein in einer Vergleichsoperation verwenden (siehe Beispiel), wird der Typ für dessen Eingang nicht korrekt aufgelöst. Stattdessen wird die Meldung Bei Vergleichsoperatoren muss der Datentyp übereinstimmen oder implizit konvertierbar sein angezeigt.

Beispiel für Vergleichsoperation mit SIN-Baustein
VAR  Test : BOOL;  END_VAR
Test := SIN(IN := REAL#0.0) = REAL#0.0;    (* Die Vergleichsoperation mit dem Aufruf von 'SIN' wird als fehlerhaft gekennzeichnet. *)

Abhilfe: Verwenden Sie die entsprechende Convert-Funktion, um den Baustein-Aufruf zu typisieren. Verwenden Sie also TO_REAL (siehe Beispiel) oder TO_LREAL, da die Datentypen von ANY_REAL für den Baustein-Eingang möglich sind.

Beispiel für Vergleichsoperation mit Convert-Funktion für den SIN-Baustein
VAR  Test : BOOL;  END_VAR
Test := TO_REAL(SIN(IN := REAL#0.0)) = REAL#0.0;
5155

CHAR-Literale mit Typangabe werden als fehlerhaft gekennzeichnet.
Szenario für Problem: Falls Sie CHAR-Literale mit Typangabe erfassen (z.B. charVar := char#'2';), werden diese Literale als fehlerhaft markiert. Zusätzlich wird die interne Meldung The value 'name' is invalid. ... Exception: Cannot convert name to IecString angezeigt.
Abhilfe: Erfassen Sie CHAR-Literale ohne Typangabe (z.B. charVar := '2';).