→Rückkopplungsschleife

auch als Rückkopplungspfad bekannt, laut →IEC-NormEin Rückkopplungspfad existiert in einem →Netzwerk, wenn der Ausgang einer →Funktion oder eines →Funktionsbausteins als Eingang auf eine Funktion oder einen Funktionsbaustein verwendet wird und diese Funktion oder dieser Funktionsbaustein im Netzwerk vorangestellt ist. Die zugehörige →Variable wird Rückkopplungsvariable genannt. ... Eine Rückkopplungsvariable kann auch das Ausgangselement einer Funktionsbaustein-Datenstruktur sein.

Beispiele für Rückkopplungsschleifen im FBS-Editor

Das ist eine explizite Rückkopplungsschleife. Die Variable run ist die Rückkopplungsvariable.

Eine explizite Rückkopplungsschleife wird durch eine Linie verursacht, die einen Ausgang mit einem vorangestellten Eingang verbindet. Hier wurde der Ausgang des →Wertfelds mit der Variable run mit einem Eingang von OR verbunden.

Das ist eine implizite Rückkopplungsschleife. Auch hier ist die Variable run die Rückkopplungsvariable.

Eine implizite Rückkopplungsschleife wird durch die Verwendung einer Variable verursacht, die ihren Wert von einem Ausgang erhält und als Eingangswert für einen vorangestellten Eingang verwendet wird. Hier erhält die Variable run ihren Wert vom Ausgang von AND und wird als Eingang für OR verwendet.

Rückkopplungsschleifen müssen für die →Auswertung der Netzwerke aufgelöst werden.

Bestimmte Arten an Rückkopplungsschleifen werden in  logi.CAD 3  unterstützt ((tick)), andere jedoch nicht ((error)).

(tick), wenn der Ausgang eines Funktionbausteins mit einem vorangestellten Eingang verbunden ist
Beispiel:

(tick), wenn der Ausgang einer Funktion mit einem vorangestellten Eingang verbunden ist und eine Variable dazwischen liegt (dabei kann es sich auch um die Ausgangsvariable eines dazwischenliegenden Funktionsbaustein handeln)
Beispiele:  und 

(error), wenn der Ausgang einer Funktion mit einem vorangestellten Eingang verbunden ist und keine Variable dazwischen liegt
Beispiel: 

Standardmäßig werden Rückkopplungsschleifen für Funktionen ohne dazwischen liegende Variable als Fehler gekennzeichnet. In Folge ist es nicht möglich, die Anwendung zu erstellen auf die SPS zu laden.
Es ist aber möglich, das Verhalten von  logi.CAD 3 so zu ändern, dass solche Rückkopplungsschleifen für Funktionen ohne dazwischen liegende Variable als Warnung gekennzeichnet wird. Falls Sie diese Verhalten bevorzugen, müssen Sie die Start-Option lc3.fbdPreserveFunctionOutputs für  logi.CAD 3 definieren. Kontaktieren Sie am besten Ihren Administrator, damit er diese Konfigurationsvariable korrekt definiert. Beachten Sie außerdem, dass diese Start-Option auch das Verhalten von Funktionen bei EN=FALSE verändert (siehe "Ausführungssteuerung: EN, ENO" für Details).