Können Traces des Laufzeitsystems im Syslog des Zielsystems protokolliert werden?

Ja, das ist jedoch nur für die unterstützten Zielsysteme möglich, die auf Linux basieren.

 Somit ist die Protokollierung von Traces des Laufzeitsystems im →Syslog folgender Steuerungen möglich:  

→MICA→phyBOARD-Regor→phyBOARD-Wega→Raspberry Pi, →Revolution Pi und bei Verwendung der Plattform LinuxX86  


Kurz zusammengefasst: Sie müssen vor dem Starten des Laufzeitsystems die Umgebungsvariable RTS_LOG_SYSLOG auf dem Zielsystemen definieren.

Hier die Anleitung im Detail:

  1. Beenden Sie das Laufzeitsystem auf dem Zielsystem.
  2. Definieren Sie die Umgebungsvariable RTS_LOG_SYSLOG.
    Sie können Umgebungsvariablen mit Hilfe des Befehls export z.B. im Terminal-Fenster von PuTTY definieren. Im Zweifelsfall bitten Sie Ihren Administrator um Unterstützung.
    Beispiel für das Definieren der Umgebungsvariable:
    export RTS_LOG_SYSLOG=1

    (info) Auswirkungen:

    • Die folgenden Ausgaben werden gemäß der System-Logging-Konfiguration des Zielsystems abgelegt:
      • Logmeldungen des Laufzeitsystems
      • Logmeldungen des Trace-Bausteins in SPS-Programmen
      • alle Logmeldungen der →Vendor-Bausteine über die Verwendung des RT_TRACE() Makros bzw. der rt_trace() Funktionen
    • Standardmäßig werden Traces des Laufzeitsystems in einer Datei im Verzeichnis /var/log des Zielsystems abgelegt, dies sind normalerweise:
      • /var/log/messages bei Systemen, die SysV-Init und den "syslog" Service verwenden (meist ältere Systeme)
      • /var/log/syslog bei Systemen, die den "SystemD"-Service verwenden (aktuelle Linux-Distributionenm wie z.B. Ubuntu 18)
    • Um den Speicherort zu ändern, passen Sie die Konfiguration in den Systemdateien an (/etc/syslog.conf, /etc/syslog.d/,  /etc/rsyslog.conf/, /etc/rsyslog.d/). Weitere Informationen dazu finden Sie als englische Beschreibung unter:
    • (warning) Die Protokollierung der Traces des Laufzeitsystems im Syslog beeinflusst das Verhalten des Laufzeitsystems.
    • (warning) Auf SystemD-basierenden Systemen ohne installierten Syslog-Service können die Ausgaben unter Umständen nur mit journactl angezeigt werden, da die oben genannten Dateien nicht erstellt werden.

    Anmerkungen:

    • Wird das Laufzeitsystem als SystemD-Service gestartet, ist ein Aktivieren des Loggings über den Syslog-Mechanismus nicht notwendig. Die Ausgaben werden automatisch in den SystemD-Journalen gespeichert und können mit Hilfe der systemeigenen Logging-Viewer angezeigt werden (z.B. mit journalctl --unit=logirts).
     
  3. Starten Sie das Laufzeitsystem auf dem Zielsystem

    , wie dies in der Kurzanleitung beschrieben ist. Beispiel: Für Raspberry Pi finden Sie diese Anweisungen unter "logi.RTS auf Raspberry Pi installieren und starten"

    .
     

(info)  logi.cals  empfiehlt Ihnen, die aktuellesten Versionen von logi.CAD 3  und des Laufzeitsystems zu installieren und zu verwenden, damit Sie stets über die neuesten Features und Problembehebungen laut den Release-Notes verfügen. 


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